Hier gibt es ein paar Informationen und Hinweise, zum Thema was kosten Frettchen und woher holen.


Zuerst mal zum Thema, woher am besten die Frettchen holen.
Eine kleine Kostenaufstellung ist weiter unten zu finden.

Warum keine Tiere vom Züchter?

Schon mal überlegt warum so viele Frettchen in den Frettchenhilfen sitzen?

Warum erreichen heutzutage die Frettchen selten das Alter von 8 - 10 Jahren?

Frettchen sind mittlerweile absolute Modetiere geworden.
Weil es mal eben „chic“ ist, werden sich unbedacht und ohne jegliche vorherige Information einfach mal im Zooladen
oder von einem der Vermehrer, die zu dutzenden in diversen und einschlägigen Tierbörsen inserieren, gekauft.
Es ist eben so, dass so genannte „Vermehrer“ und Hinterhofzüchter“ mal eben das schnelle Geld wittern und die Fähen nicht nur einmal im Jahr decken lassen.
Schaut doch mal rein in diesen Tierbörsen, es ist erschreckend wie viele Frettchen (auch andere Tiere) angeboten werden.

Nun kommen wir auf den unbedachten Kauf.
Die Züchter/Vermehrer/Zoohandlungen reiben sich die Hände, für jedes verkaufte Tier wird natürlich wieder für Nachschub gesorgt.
Auch wenn es schwer fällt, bitte niemals in einer Zoohandlung die Tiere frei kaufen.
Bitte auch nicht auf die Idee kommen Frettchen im I-Net zu kaufen und per Tierversand schicken zu lassen.
So etwas ist absolut unseriös, Tierquälerei und niveaulos. Menschen werden ja auch nicht per Versand oder Kurier verschickt, oder?

Müssen es denn unbedingt Frettchen vom Züchter oder gar Welpen sein? Gebe Euch recht, Welpen sind wahnsinnig süß, aber auch verdammt schwierig.
Es gibt selten wirklich gute Züchter, die auf Genetik achten, den Stammbaum bis zur Ahnentafel zurück verfolgen und keine Inzucht betreiben,
um wirklich gesunden Frettchennachwuchs zu haben.

Da diese so genannten Hinterhofvermehrer selten passende Tiere verpaaren, ist es schlussendlich so,
dass die meisten Frettchen heutzutage schon in jungen Jahren an sehr ernst zu nehmenden Krankheiten leiden.
Es ist verdammt traurig und macht mich wütend, wenn schon 1 - 2 jährige Tiere an Krebs oder Tumoren erkranken und einen verlassen müssen,
leider ist das mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Meist hat hat der neue Besitzer nach einigen Wochen die Schnauze mit den Welpen dermaßen voll, weil die Welpies überall hin kacken,
ihnen so rein gar nichts heilig ist und will sie schnell wieder los werden, weil er einfach das Interesse an den Tieren verloren hat.
Spätestens wenn die Tiere geschlechtsreif werden, ist so mancher Halter überfordert und/oder will sich vor den bevorstehenden Tierarztkosten drücken.
Die Tiere werden verschenkt, verkauft oder gar einfach ausgesetzt, wo sie mit viel Glück in einer Frettchenhilfe landen.
Nicht selten sind die Fähen vom eigenen Bruder gedeckt und die Frettchenhilfe hat das Nachsehen.

Wenn Ihr ein bisschen Courage habt und bereit seid Frettchen aufzunehmen, dann wendet Euch bitte an die nächst gelegene Frettchenhilfe.
Dort erhaltet ihr passgenaue Tiere und werdet mit allen Informationen rund um das Frettchen versorgt.

Bedenkt bitte, Frettchen sind anspruchsvolle Tiere, benötigen eine sehr hochwertige Ernährung und kalkuliert mitunter enorm hohe Tierarztkosten ein.
Abgesehen von den jährlichen Impfungen, sowie Kastration die bei Rüde und Fähe (sonst Gefahr der Dauerranz) nötig ist.

Informiert Euch bitte „vor“ der Anschaffung über die Haltung, Ernährung und mögliche Kosten. So ist gewährleistet, dass Ihr lange Freude an den kleinen Kobolden habt.


Hier habe ich mal die Kosten für ca. 3 Frettchen aufgeführt:



Anschaffungskosten Gehege ca. € 150,00 mindestens
Näpfe und Tränken ca. € 20,00 (ich habe Näpfe die in einer Halterung sind und fest geschraubt sind, diese können dann nicht umgeworfen werden).
Mindestens 2 Klos ca. € 15,00
Hängematten, Schmusetücher und weitere Kuschelausstattung ca. € 50,00
Frettchenröhre ca. € 10,00
Schlafkiste zusätzlich ca. € 10,00
Beutelfutter bzw. Naßfutter, Fleisch und Futtertiere ca. € 20,00 pro Monat
Trockenfutter ca. € 8,00 pro Monat
Vitaminpaste ca. € 5,00 - 10,00 je nachdem wie oft Du sie gibst
Katzenstreu ca. € 10,00 pro Monat
Dazu kommen noch Kosten wie Leckerlies, Spielzeug, Planschkiste für den Sommer (daran haben sie einen Heidenspaß).
Jährliche Impfung gegen Staupe ca. € 25,00 - € 30,00 (Febrivac Dist), Tollwut wird separat berechnet
Tierarztkosten € ? sind immer eine Überraschung.
Nicht zu vergessen die Kosten die noch auf Dich zukommen wenn Du in den Freßnapf gehst und dort mal wieder was Neues entdeckst!


Beim lesen der Kosten werden sicher jetzt die meisten erstmal schlucken.
Dazu sei gesagt, hier wurde eher die unterste Grenze genommen.

Einige werden auch fragen, warum nimmt eine Frettchenhilfe 120€ und mehr für ein Frettchen,
welches doch beim Züchter für teilweise 30 Euro "gibt".
Es gibt auch ein passendes Sprichwort, was nichts kostet ist auch nichts wert...
Natürlich ist dies nicht immer zutreffend, aber leider noch viel zu oft.
Wie wir an so mancher Frettchengeschichte nur zu deutlich sehen.

Die Erklärung für ist jedoch ganz einfach:
Die Frettchen aus einer Frettchenhilfe sind geipft, gechippt, kastriert
und haben einen Komplettcheck beim Frettchenerfahrenen Tierarzt hinter sich.
Allein Imfung, Auffrischungsimpfung und Kastration bei einem Rüden kosten schon gut 100€.
Bei einer Fähe kostet es noch mehr.
Da haben sich die 30 Euro beim Züchter ganz schnell in 130€ verwandelt. Bei einem Rüden.
Da die Kastration einer Fähe ca 80-150 € kostet, gehen die Kosten gleich noch mal deutlich nach oben.

Die ganzen Kosten sind jedoch in keinem Verhältnis zu dem Spaß und die Freude,
die diese kleinen Kobolde in unser Leben bringen können!
Aus unserer Sicht kann man nur sagen, Frettchen zählen nicht zu den "billigen" Haustieren,
was man VOR der Anschaffung bedenken sollte!
Sie bringen jedoch unvergleichlich viel Spaß und Leben in die eigenen 4 Wände
und wir bereuen nicht eine Minute und trauern nicht einer ausgebuddelten Blume hinterher!


Dieser Text wurde mit freundlicher Genehmigung von Gunda zur Verfügung gestellt.
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